Unser 1. Ziel in Bad Teinach war die Dreifaltigkeitskirche.

Sie wurde von Herzog Eberhard III. im Stil der Spätrenaissance zwischen 1662 und 1665 erbaut.
Diese Kirche beherbergt ein einzigartiges Kunstwerk: Die Kabbalistische Lehrtafel,
gestiftet von der Prinzessin Antonia von Württemberg. Ein mächtiger Schrein mit barockem Rahmen,
5.10 m breit und 6.50 m hoch. Das Frontbild zeigt in dichten, dunklen Wolken einen Frauenzug von der Erde bis zum Himmel.
Alles Frauengestalten aus dem Alten und Neuen Testament mit ihnen zugewiesenen Gegenständen.
Je höher der Zug hinaufsteigt, je größer werden die Frauenfiguren. Das Ganze endet in einer Hochzeitsszene mit Jesus als Bräutigam.
Wie ein Triptychon lässt sich dieses Kunstwerk öffnen. Der rechte Flügel zeigt Mose, der von der Pharaonentochter im Nil gefunden wird. Die Nachtszene links, zeigt die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten.

     

Das Innenbild zeigt unzählige Bilder aus der Bibel, die hier gar nicht im Detail aufgeführt werden können:
Christus, die 12 Söhne Jakobs, Propheten, Evangelisten, Apostel, der Berg Zion usw. Und auch Prinzessin Antonia.
Dieses Kunstwerk und die Erläuterungen von Pfarrer Holland waren schon die Reise wert.

Besuch des Technischen Museums (Schmuckproduktion) und des Edelsteinmuseums in Pforzheim

Am 24. April trafen sich 33 Glaubensgeschwister (Senioren vom Forum Fasanenhof und aus dem Bez. Pforzheim) für eine gemeinsame Unternehmung um 13.15 Uhr bei der Würmtalgaststätte in Pforzheim. Nach der Begrüßung und einigen Informationen durch Willi Eisenmann ging es in ca. 30 Min. zu Fuß zum Technischen Museum. Uns wurde in einer 90minütigen Führung an meist über 100 Jahre alten, betriebsbereiten Maschinen gezeigt, wie früher Gold-, Silber- und Emailschmuck hergestellt wurde. Pforzheim hatte im 19. Jahrhundert, was die Schmuck- und Uhrenherstellung betraf, Weltgeltung. Damals arbeitete die Hälfte der 77 000 Einwohner in dieser Industrie. Heute sind von 110 000 Einwohnern noch 11 000 im Bereich Schmuck und Uhren beschäftigt.

    


Nach dem Besuch des Technischen Museums fuhr eine Gruppe auf den Wallberg (Monte Scherbelino), welcher eine natürliche Erhebung von 378 m ist.
Da Pforzheim im 2. Weltkrieg sehr stark beschädigt wurde, ist dieser Berg durch Ablagerung der Trümmer auf 417 m angewachsen.

Theologie und Naturwissenschaften, sind das nicht in Wirklichkeit Gegensätze? Genau besehen ist es ein recht moderner Mythos, der dieses Spannungsverhältnis als Konflikt – beinahe sogar als Krieg – darstellen will. Dieses Missverständnis geht auf Veröffentlichungen englischsprachiger Autoren wie J.W.Draper und A.D.White Ende des 19.Jahrhunderts zurück. Insbesondere die Fälle Galilei und Darwin werden in den Medien seither immer wieder genannt, um daran das scheinbare Rückzugsgefecht der Kirche gegenüber einer triumphierenden Wissenschaft zu illustrieren, obwohl beide gläubige Christen waren.

Vortrag Dr.Losch  Dr. Andreas Losch – evang. Theologe (Bern) – zeigte in seinem Vortrag, dass dieser scheinbare Konflikt überwunden werden kann, wenn man die beiden Bereiche nicht nur als unabhängig voneinander betrachtet, sondern im Dialog die Fragen konstruktiv-kritisch behandelt. So ist letztlich sogar eine Integration dieser Erkenntnisbereiche möglich. Dabei kommt der Philosophie eine wichtige Rolle als Brückenbauer zu.

Acht begeisterte Kinder schufen aus neutralen weißen Kunststoffeiern fantasievolle Kunstwerke.
Mit Eifer waren sie bei der Sache und arbeiteten mit Marmorier- und mit Acrylfarbe um die Wette.  
Viele Eier wurden mit der Heißklebepistole mit Perlen, Litzen und Federn beklebt.
Auch Farbspraylack kam zum Einsatz. Das Besprühen der Eier machte unheimlich Spaß.
Ihre Kunstwerke durften die Kinder natürlich mit nach Hause nehmen.

 
Manche Exemplare vervollständigen aber auch unseren Ostereierbogen im Forum Garten.
So begeistern diese Kunstwerke unserer Kinder auch unsere Forum Gäste und die Fasanenhofbewohner.
Ein großes Danke gilt den begleitenden Eltern, Omas, Opas und Betreuern,
die die Kinder tatkräftig unterstützten und ihre Zeit opferten.

Die Ankündigung des Vortrags war auf großes Interesse gestoßen, so dass im Saal fast jeder Stuhl be-setzt war, als Bez.Ap. i.R. Karlheinz Schumacher seine Ausführungen begann. Er berichtete sehr lebendig, humorvoll und ohne Manuskript.

Er stellte an diesem Abend die Entstehungsgeschichte des Katechismus vor und gab einen kurzen Ausblick auf den im Werden befindlichen Katechismus in Fragen und Antworten. Inhaltliche Fragen sind einem späteren Vortrag unter einem anderen Vortragenden vorbehalten.

Immer wieder wurden Gläubige, Amtsträger und auch die Apostel gefragt, was die NAK eigentlich sei. Es gab keine ausführliche Beschreibung unserer Glaubenslehre, es existierte nur das Büchlein „Fragen und Antworten“, das seit vielen Jahrzehnten als Grundlage für den Konfirmandenunterricht diente (letztmals überarbeitet 1992). Dieses Werk konnte aber den Anforderungen an einen Katechismus nicht genügen. Als unter Stammapostel Fehr sich die NAK langsam den anderen Kirchen gegenüber öffnete, bekamen mehrere Apostel und Amtsträger die Aufgabe, eine „Selbstdarstellung“ der Kirche zu verfassen mit dem Titel „Alles über die NAK“. Bald zeigte sich aber, dass diese Darstellung nicht dem eigentlichen Ziel einer umfassenden, objektiven Information über unseren Glauben entsprach.
So erfolgte unter Stammapostel Fehr 2004 die Gründung der Projektgruppe DNG (Der Neuapostolische Glaube) unter Vorsitz von Ap. Hoyer (NRW). Innerhalb dieser Projektgruppe wurden einzelne Untergrup-pen gebildet, die jeweils einzelne Themengebiete erarbeiteten. Auch Bez.Ap. Schumacher leitete eine solche Untergruppe.

 

Sabine Monzel  hat das Thema Demenz in einfühlsamer Weise den Zuhörern nahe gebracht.
Über die Demenz wird viel gesprochen und geschrieben, und meistens nähert man sich dem Phänomen über den Verstand.
In ihrem Vortrag wählte Frau Monzel einen anderen Schwerpunkt.
Sie erläuterte, was auf der Gefühlsebene geschieht, wenn wir Menschen mit Demenz begegnen und zeigte auf,
wie viele widerstreitende Emotionen in uns dabei aufkommen.
Anhand zahlreicher Beispiele und im Vergleich mit der Gefühlswelt von Menschen mit Demenz wurde deutlich,
dass zwischen „Gesunden“ und „Kranken“ die Unterschiede im Empfinden gar nicht so groß sind.
Auf der Ebene der Menschlichkeit, auf dem Weg des Mit- und Hineinfühlens, des Annehmens und Respektierens
kann Augenhöhe entstehen, können Begegnungen leichter werden.
Im Vortrag war von Anfang bis Ende Spannung zu spüren, die vielen Fragen der Teilnehmer zeigten großes Interesse.

 


Nachdem Bezirksapostel i.R. Karlheinz Schumacher im vergangenen Jahr über die Arbeit am Katechismus berichtet hatte, beleuchtete er nun daraus das Kapitel 4.8. mit dem Thema „Gesetz und Evangelium“.
Bezirksapostel i.R. Karlheinz Schumacher – früher als Jurist tätig gewesen - und Dr. Reinhard Kiefer – nach dem Studium der evangelischen Theologie theologischer Berater des Stammapostels – stellten ohne Manuskript im Dialog das Spannungsverhältnis zwischen Gesetz und Evangelium aus der Sicht unseres christlichen Glaubens dar.
Das Leben der Menschen ist ja durch viele Gesetzmäßigkeiten bestimmt, z.B. durch unabänderliche Naturgesetze, aber auch Gesetze, die sich Menschen geben, um Ordnung und Struktur in die sozialen Systeme zu bringen. Mit der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen hat jeder tagtäglich zu tun.
Nach der Darstellung im Zweiten Schöpfungsbericht der Bibel war es den Menschen verboten, vom Baum der Erkenntnis des Bösen und Guten zu essen. Unsicherheit über den göttlichen Willen („Sollte Gott gesagt haben, ...?“) verführt sie, dieses erste göttliche Gesetz nicht zu beachten. So wurde die unmittelbare Nähe zu Gott gestört. Der Sündenfall zeigt damit den Zwiespalt zwischen Gottes Willen und unserem eigenen.

    

“eigentlich geht gar nicht “... ein no go für das Rhetorikseminar

Vom ersten Moment an erlebten alle einen spannenden mitreißenden Tag im FF.
Begeistert haben alle 12 Seminaristen mitgearbeitet und sehr interessante Erkenntnisse gewonnen.
Eindrucksvoll vermittelte Ilona Beyer den Teilnehmern alles Wichtige rund um dass Thema Rhetorik.
Aktiv wurden die Zuhörer mit eingebunden.
An Hand praktischer Beispiele wurde die Theorie gleich in die Tat umgesetzt und am Ende des Tages
konnten alle Beteiligten selbstbewusst das Forum freudig verlassen.
Auch für das leibliche Wohl wurde wieder bestens gesorgt.
Jeder kam voll auf seine Kosten....

Stammapostel Krebs

Dr. Manfred Henke (aus Lübeck)– Mitglied der Arbeitsgruppe „Geschichte der Neuapostolischen Kirche“
- hatte als Historiker 2012 und 2013 in 15 Artikeln in der Zeitschrift „Unsere Familie“ die Kirchengeschichte
auf der Basis umfangreicher Quellen-Recherchen für die Zeit bis um 1900 dargestellt.*

In der Epoche nach der Trennung von den katholisch-apostolischen Aposteln also 1863 bis ca.1900 –
warteten Apostel Schwarz und seine Mitstreiter auf die Vervollständigung der Zwölfzahl und hofften auf eine
baldige Vollendung der Kirche. Dabei bestand eine enge Verbindung zwischen Amsterdam und Hamburg,
die 1878 nach dem Tod des Apostels Preuß durch die Aktivitäten des Propheten Geyer vorübergehend
gestört wurde.

Wir trafen uns, 25 begeisterte Wanderer, an der Endhaltestelle der Stadtbahn in Hedelfingen.
Unsere Wanderführer, Wengerter und Weinexperten Dorothee Almeroth und Edgar Veith führten uns durch die flurbereinigten Hedelfinger Weinberge und Rohracker-terrassierten Weinberge.

 

Das sind echte Steillagen und ganz enge Wengertstäffele. Wir erhielten viele Informationen über Geschichte, Anbau, Zweck der Trockenmauern, Rebschnitt und vieles mehr.


Die Orgelfahrt des Forum Fasanenhof hat schon Tradition.

Die zweimal im Jahr vom Orgelsachverständigen Andreas Ostheimer organisierte Veranstaltung
konnte schon zum 17. Mal stattfinden.
Schön ist, dass neben den Stammteilnehmern wieder neue Orgelinteressierte dabei waren.
Nach dem Betreten der Kirchen und dem ersten Augenschein gab OSV Ostheimer jeweils
einen kurzen Überblick über die Geschichte der Orgel (Orgelbauer/Versetzungen)
und die Besonderheiten (Disposition/Aufbau).
Anschließend stellte er ein paar Klangbeispiele vor, um einen ersten Eindruck über
die Charakteristik der Instrumente zu erhalten.

Nach dieser Vorstellung konnten sich die Teilnehmer selbst an die Orgeln setzen
und die Tasten drücken, was gerne von vielen genutzt wurde.
Dabei wurden die unterschiedlichsten Klänge aus den Orgeln gelockt
und die gespielte Literatur bewegte sich quer Beet vom Orgelbuch über unbekannte
zu bekannten Komponisten.
Die (gerade) nicht spielenden Teilnehmer hörten der Musik zu oder nutzten den Blick ins Orgelinnere.

  
Die Kirchen selbst waren auch von Interesse, denn wann hat man sonst die Chance
hinter die Kulissen und in die Nebenräume zu sehen.
Die Teilnehmer führten während des Tages angeregte Gespräche,
die sich nicht immer auf die Orgel bezogen.

Frau Dr. Nicole Bickhoff,  Ltd. Archivdirektorin,  referierte zuerst über die Aufgaben des Archivs und führte uns dann durch alle Abteilungen des Hauses.

Hauptstaatsarchiv  Alter Archivschrank
Das Hauptstaatsarchiv, es hat noch viele „Nebenstellen“ im Land, wurde an der Stuttgarter Kulturmeile von 1964 – 1969 mit 2 ober- und 3 unterirdischen Geschossen erbaut.
In diesen unterirdischen Magazinen sind die Schätze des Archivs in fast 20000 Regalmetern bei gleichbleibender Temperatur und  Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Viele Dokumente sind digitalisiert und lagern in externen Standorten.
Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 814. Die Bestände reichen bis in die Neuzeit, denn dieses Archiv ist das Ministerialarchiv Baden-Württembergs und Zentralarchiv der ehemaligen württembergischen Zentralbehörden. So befinden sich hier auch Dokumente, die erst in vielen Jahren der Öffentlichkeit zugänglich sein werden.


Die dramatischen Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten – vor allem in der Technik - geben Anlass, 
den Wandel unseres Weltbildes, aber auch das unseres Gottesbildes zu betrachten.

So ist die moderne Welt ohne den Einsatz von Computern nicht mehr denkbar. Gerade diese Technologie
baut auf modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, vor allem der Quantenphysik auf.
Damit sind aber auch Veränderungen im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Menschheit verbunden.

Folgenden Fragen wurde nachgegangen: Wie hat sich unser Weltbild verändert?
Welchen Einfluss hat dies auf unser Gottesbild? Ergeben sich daraus Konsequenzen für unser Handeln?

  

Einen ausführlicheren Bericht über diesen Vortrag enthält eine Broschüre, die auch beim Internationalen
Kirchentag in München auslag. Sie steht hier zum Download zur Verfügung:


FORUM FASANENHOF WG-Berichte_Broschüre.pdf


Diese Broschüre enthält auch die Berichte über alle anderen bisher gehalten Vorträge in der Reihe „Naturwissenschaft und Glaube“